Preisträger 2026
Eine ausführliche Würdigung der Preisträger:innen und Nominierten finden Sie bei ComputerWorks und bei Espazium.
Kategorie «Gebautes Projekt» 1. Rang
- Sanchez Morgillo, Zürich (in Zusammenarbeit mit wad architekten, Frutigen)
sanchezmorgillo.ch
Eingereichtes Projekt:
- Sanierung und Aufstockung Gemeindehaus, Frutigen (Weiterbauen präzisieren – Bestand als Entwurfsbasis)
Auszug aus dem Jurybericht:
«Die Sanierung und Aufstockung des Gemeindehauses Frutigen zeigt Mut zum Gewöhnlichen. Bestehende Qualitäten werden aufgenommen, neu geordnet und präzisiert weitergeführt. Der Massivbau aus der Nachkriegszeit wird saniert, statisch ertüchtigt und um zwei Geschosse in Holzbauweise ergänzt.
Die Aufstockung übernimmt Elemente des Bestands, entwickelt sie jedoch weiter und verbindet alles zu einem kohärenten Ganzen mit subtilen Verschiebungen. Die Jury würdigt das Projekt als überzeugende Strategie im Umgang mit sanierungsbedürftigen Nachkriegsbauten und als präzise Antwort auf das Bauen im historischen Kontext.»


Kategorie «Gebautes Projekt» NOMINIERUNG
- Atelier tsu, Chur und Tokio
atelier-tsu.ch
Eingereichtes Projekt:
- Atelierhaus, Fukuoka, Japan
Auszug aus dem Jurybericht:
«Das Projekt macht das System des standardisierten Bauens selbst zum Entwurfsgegenstand. Durch die präzise Überarbeitung vorgefertigter Bauteile entsteht unter engen Kostenbedingungen eine eigenständige räumliche Qualität. Industrielle Produktion und Handwerk werden gezielt kombiniert und verleihen dem Haus eine neue Individualität.»


Kategorie «Gebautes Projekt» NOMINIERUNG
- studio ne, Basel
www.studio-ne.ch
Eingereichtes Projekt:
- Umbau Siza-Halle und Sanierung Fotostudio Frei, Weil am Rhein
Auszug aus dem Jurybericht:
«Die Eingriffe folgen einer Strategie der präzisen Zurückhaltung. Ein demontierbarer Holzeinbau organisiert die Nutzung, ohne die räumliche Logik der bestehenden Architektur zu verändern. Die Projekte zeigen Weiterbauen als Haltung – zurückhaltend, kontrolliert und mit einem tiefen Verständnis für die Sprache der bestehenden Architektur.»


Kategorie «Ungebautes Projekt» 1. Rang
- nuar, Zürich
nuar.ch
Eingereichtes Projekt:
- Erweiterung Berufsschule Bülach; Primarschulhaus Wil; Erweiterung Zuoz
Auszug aus dem Jurybericht:
«Die Projekte übersetzen das Prinzip der Zirkularität konsequent in Entwurf. Konstruktion, Material und Nutzung werden als zusammenhängendes System gedacht und auf minimale Ressourcenbindung ausgerichtet.
Jedes Projekt setzt eigene Schwerpunkte, bleibt aber in der Haltung konsistent. Die Jury würdigt die Verbindung von traditionellen Bauweisen mit zirkulären Logiken sowie die Entwicklung robuster, langfristig anpassungsfähiger Strukturen.»


Kategorie «UNGebautes Projekt» NOMINIERUNG
- Parabase, Basel
www.parabase.eu
Eingereichtes Projekt:
- Wohnsiedlung Elementa; Mehrfamilienhaus Binaria; San Bernardino
Auszug aus dem Jurybericht:
«Parabase arbeitet konsequent mit wiederverwendeten Bauteilen und entwickelt daraus Konstruktion und Ausdruck gleichzeitig. Die Architektur folgt der Logik des vorhandenen Materials und reduziert Eingriffe in Ressourcen und Topografie. Der Ansatz macht die Bauwende unmittelbar sichtbar und übersetzt sie in eine eigenständige architektonische Sprache.»


Kategorie «Innovation» 1. Rang
- Malheur und Fortuna, Basel
www.malheur-fortuna.ch
Eingereichtes Projekt:
- Bestandsorientierte Stadtentwicklung
Auszug aus dem Jurybericht:
«Im Zentrum steht ein digitales Modell eines Basler Stadtteils, das die im Bestand gebundene graue Energie sichtbar macht und mit planerischen Eingriffen verknüpft. Es berechnet Emissionen, identifiziert Potenziale und ermöglicht die Simulation von Gesetzesanpassungen.
Die Jury würdigt den Ansatz, Architektur als System von Rahmenbedingungen zu verstehen und gezielt an den entscheidenden Stellschrauben anzusetzen.»


Kategorie «Innovation» NOMINIERUNG
- Xenia, Genf
xenia.ac
Eingereichtes Projekt:
- Choreographies of Context
Auszug aus dem Jurybericht:
«Mit temporären, oft ephemeren Installationen reagiert das Kollektiv direkt auf bestehende Orte. Die Eingriffe sind minimal, verschieben jedoch deren Bedeutung und hinterfragen bestehende Narrative. Architektur erscheint hier als Handlung im öffentlichen Raum und als Katalysator für Begegnung und Reflexion.»

